Trekking & Wanderreisen – 3 der schönsten Trails weltweit

23 Februar 2010 von admin

Es ist immer das gleiche Bild in den fernen Trekking Zielen dieser Welt: Man kommt in eine Region, ein Hostel und hört jede Sprache aus der landestypischen. Schnell ist der namhafte blaue Reiseführer ausfindig gemacht, der den Individualreisenden nicht mehr so ganz individuell macht. Da hilft meistens nur noch eins: Ab in die Wildnis zum Beispiel auf eine der vielen verschiedenen Pyrenäen Reisen. Hier kann man auf erschlossenen Pfaden einen Wanderurlaub verbringen oder auch mit Hilfe von Karten und GPS-Geräten sich und die Natur fordern, wie es gerade beliebt. Darüber hinaus ist der Mehraufwand gering. Wer keine Ausrüstung für einen Zelturlaub mitbringen kann ist lediglich darauf angewiesen, seine Etappen genauer zu planen. Verfügt man über den Platz im Gepäck und die Kraft in den Schultern kann man sich allerdings mit 4 Kilogramm mehr absolute Freiheit gönnen. Im Nachfolgenden werden 5 der schönsten Fernwanderwege vorgestellt, in denen man sich auch über die angegebene Dauer verlieren kann.

Der Milford Track gehört zu den „New Zealand Great Walks“ und führt durch die atemberaubende Landschaft des Fjordland Nationalparks im Südwesten der Insel. Da die Wegstrecke von insgesamt knapp 57 km durch einen Nationalpark verläuft, gibt es gewisse Richtlinien zur Begehung. Insgesamt 90 Wanderer werden täglich an den Startpunkt gelassen, der nur per Boot zu erreichen ist. In der Hauptsaison kann dies schon mal zu Engpässen führen, da Reisende aus der ganzen Welt die bezaubernde Kombination aus Regenwald, Fjorden und Gebirgspässen genießen. Fazit: Das absolute Höchstmaß an Natur pro gewanderten Kilometer.

Der Appalachian Trail liegt an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika und ist mit seinen 3440 km einer der längsten Fernwanderwege der Welt. Ein Großteil der Wegstrecke führt entlang historischer Wege und Sehenswürdigkeiten aus den Zeiten Neuenglands und ist dank großzügiger Landkäufe seitens der Regierung komplett in öffentlicher Hand. Wem allerdings die volle Strecke zu lang ist, kann den AT auch in mehreren Etappen gehen. Manch einer hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht und so mancher New Yorker Geschäftsmann sah sich auf dem Trail schon mit richtigen Bären konfrontiert. Geheimtipp: Mit ein bißchen Mut zur Lücke können Sie im Spätsommer Bären, Indian Summer und den von Nebel umspielten Blue Ridge Mountain gleichzeitig erleben.

Das absolute Highlight für einen Trekking-Urlaub der besonderen Kategorie stellt der Parque Nacional Torres del Paine dar. Hier kommen Wanderfreunde, Trekker, Kletterer Naturliebhaber und Geographen alle gleichermaßen auf Ihre Kosten. Auf 2420 km² im Süden Chiles erstrecken sich weitläufig Gletscher, Gebirgszüge, Seen, Fjorde und unterschiedlichste Vegetationslandschaften. Stets beobachtet von Alpacas und dem Kondor kann man den Park entweder auf der „Cirquito“ (9 Tage) gehen oder man wählt die kürzere Variante, das „Doble Uve” (5 Tage). Beide Wege haben es in sich und die Witterungsbedingungen geben dem Wanderer das einmalige Gefühl mit und gegen die Natur zum kämpfen. Bewirtschaftete Hütten an Schlüsselstellen ergmöglichen eine komfortable Unterkunft und man kann an einem Feuer und einem Pisco-Cola das erlebte noch mal vorbeiziehen lassen. Fazit: Der Weg ist das Ziel und so lange es Trails wie die drei oben beschriebenen gibt, ist die Menschheit noch lange nicht angekommen.

Geschrieben in Trekking | Keine Kommentare »

Fjäll Räven Classic – 110 km durch das schwedische Fjäll

23 Februar 2010 von admin

Der Begriff Fjäll bezeichnet die Gebirgsregionen, die nördlich des Polarkreises sowohl auf norwegischen, schwedischen und auch finnischem Territorium liegen. Die Liebe der Bewohner zur Natur hat schon früh dazu geführt, dass ein Netz aus Hütten und Wanderwegen angelegt wurde und verschiedene Outdoor-Hersteller griffen den Trend zum Aktivurlaub auch im Bereich der Funktionskleidung auf.

Um diesem Trend gerecht zu werden, veranstaltet der schwedische Outdoorausstatter Fjäll Räven nun mehr seit Jahren erfolgreich einen der schönsten und aufregensten Trekking-Wettbewerbe weltweit und huldigt damit einem einzigartigen Naturerlebnis im Norden Schwedens. Die jährlich über 2000 Starter müssen die 110 km lange Wanderstrecke zu Fuß zurücklegen und haben dafür zwischen 3 und 7 Tage Zeit. Ein Gesamtklassement gibt es nur am Rande: Jeder, der die Strecke innerhalb von 72 Stunden zurücklegt, erhält eine Goldmedaille. Eine Ankunft nach 4 Tagen bedeutet Silber und wer es schafft, 22 km pro Tag zu gehen erhält immer noch eine Bronzemedaille. Jeder Starter ist für sich selbst verantwortlich und anstatt einer direkten Konkurrenz steht das Erleben der Natur und mitunter auch Naturgewalten im Vordergrund. Dies unterscheidet die Fjäll Räven Classics deutlich von anderen, weitaus härteren Outdoorwettbewerben und verleiht ihr einen ganz besonderen Charakter, den sich der Veranstalter mittlerweile auch nachhaltig zu nutzen macht: Ein Teil der Startgebühr kommt dem Schutzprojekt für schwedische Polarfüchse, SEFALO, zu Gute.

Die Strecke des Fernwanderweges selbst verläuft parallel zum historischen Kungsleden (Königsweg) in Nordschweden und zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus. Von Süden aus beginnt man mit einer Etappe durch Bergbirkenwälder und Moore um sich dann über die zwei nächsten Etappen dem Tjäktapass zu nähern. Dieser stellt das Tor zu einer unwirtlichen Felslandschaft und gleichzeitig auch den höchsten Punkt des Trekks dar. Verlässt man die auch als „Mondlandschaft“ umschriebene Umgebung kommt man im Laufe der vorletzten Tagesetappe an mehrere große Seen vorbei. Wer hier noch ein wenig Zeit übrig hat oder mit seiner Firmenmannschaft noch einen gemütlichen Abend an einem See verbringen möchte, kann die Tour gemütlich ausklingen lassen und sich der Touristikstation Abisko am nächsten Tag widmen. Das finale Highlight eines jede Hobbyabenteurers ist dann die sogenannte Lapporte, ein halbkreisförmiges Trogtal, welches das Panorama für die Ankunft in Abisko bietet. In diesem Sinne: God Tur!

Geschrieben in Trophy | Keine Kommentare »