Im Urlaub kein Land sehen

3 Juni 2009 von admin

Schwerte, 10. Februar 2009 – Sonne, ein leichter Windhauch und eine gleichmäßige Auf- und Abbewegung, begleitet von immer neuen Bugwellen – über Stunden und Tage. Das ist der Rhythmus einer Atlantiküberquerung mit dem Passat. Abenteuerlustige Urlauber können das in der Reisesaison 2009/2010 auf der klassischen Segelyacht „Pantagruel“ erleben, die auf Fahrt über den großen Teich geht. Auf einer 14-monatigen Reise vom Ostseehafen Eckernförde bis in die Karibik und zurück bietet Schiffsführer Michael Sinzel und Inhaber von Classic Sailing unter dem Motto „go blue“ zahlreiche Etappen von 14 bis 22 Tagen an, auf denen weit und breit kein Land in Sicht ist. Geeignet sind diese Aktivreisen für Menschen, die einmal komplett abschalten wollen. „Nach dem Ablegen wird mit dem Wegfall des Handyempfangs die Welt bei diesen Törns ganz klein“, so Sinzel. „Wichtig ist dann nur noch die Bordroutine und die Kommunikation mit den anderen Crewmitgliedern.“ Ein spontaner Reiserücktritt ist auf hoher See allerdings ausgeschlossen.

Grenzerfahrung auf dem Atlantik
Wenn die Mannschaft von drei bis acht Leuten an Bord ist, alle Vorräte verstaut sind und die Leinen los, verfliegen mit der wachsenden Distanz zur Küste die Anspannung und alle Sorgen des Alltags. Ab hier geht es für die Reisenden nur noch um die günstigste Segelstellung, das Abendessen an der Angel und die Einteilung der Nachtwachen. Diese Reduzierung auf ganz wenige äußerliche Reize ist für die meisten Urlauber eine neue, außergewöhnliche Erfahrung. „Ich erlebe immer wieder, dass Menschen zu Beginn einer Überfahrt Angst vor einem Sturm oder Seekrankheit haben“, erzählt Schiffsführer Sinzel. „Sie merken dann meist schnell, dass man dem Schiff vertrauen kann und finden komplette Ruhe. Am Ende der Reise kommt es ihnen seltsam vor, wieder an Land zu gehen.“

Aus Mitseglern wird eine Crew
Die 88 Jahre alte Yacht Pantagruel, ein Einundhalbmaster, ist aufgrund ihrer Bauart und modernen Ausrüstung hervorragend für solche langen Fahrten geeignet. Zwar ist beim Bedienen der Segel mehr Handarbeit gefragt als auf einem neuen Schiff. Dafür bietet die 18 Meter lange Pantagruel mit ihrem klassischem Holzrumpf und -ausbau die Atmosphäre eines erfahrenen Weltenbummlers, der beim Anlegen im Hafen immer die Blicke auf sich zieht. Bei den Törns von Classic Sailing kommt es nicht darauf an, möglichst viele Segelkenntnisse mitzubringen. Michael Sinzel, der seit 1992 professionell Schiffsreisen anbietet, bindet seine Crewmitglieder so viel ein wie möglich und erwünscht. Sein Ziel: auf jedem Törn aus Mitseglern ein Team zu machen, das mit seinen in der Regel sehr unterschiedlichen Voraussetzungen zusammen gewachsen ist. Und bei den besonderen Bedingungen einer go-blue-Reise lernen Urlauber viel über andere, aber auch über sich selbst und ihre Fähigkeiten: Denn sie können zum Beispiel mit anderen auf ca. 35 qm2 leben, auf Handy und Internet verzichten und nur mit Windkraft einen Ozean überqueren.

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Reiseinfos:
Die Segelreisen „go blue“ finden auf der klassischen Holzyacht Pantagruel statt, die über eine moderne Hochseeausrüstung verfügt sowie über alle erforderlichen Sicherheitseinrichtungen für lange Seereisen. Aufgrund ihrer Bauart ermöglicht die Yacht sportliches Segeln. Eigner Michael Sinzel besitzt langjährige Erfahrung als Schiffsführer sowie Reiseveranstalter. Die Schlafplätze sind teils offene Kojen, teils Doppelkabinen. Interessierte sollten volljährig sein und über eine gesunde körperliche Konstitution verfügen. Die Hochseepassagen finden ab September 2009 von Irland und Portugal statt, später zu den Kanaren und Kapverden, sowie bei der Atlantiküberquerung nach Venezuela und auf der Rückreise nach Europa über die Azoren im Juni 2010.
Genaue Termine und Preise unter www.classicsailing.de

Pauschalreisen Jamaika sind auch super geeignet um dies mit einem Hochsee Urlaub zu verknüpfen.

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