Bautzen – Berlin per Kanu

14 Januar 2011 von admin

Die drei Quellen der Spree liegen im Oberlausitzer Bergland nahe der tschechischen Grenze, aber noch auf deutschem Territorium. Als junger Gebirgsbach durchfließt sie Neusalza-Spremberg bis sie dann schon als Flüsschen in einem tief eingeschnittenen Tal Bautzen erreicht und sich hier in die Talsperre Bautzen ergießt.

Von hier aus wollten wir unsere Tour mit den 4 Kanus Bautzen – Berlin beginnen. Hinter der Talsperre ließen wir unsere Boote zu Wasser, denn die Spree ist ab hier ein Tieflandfluß. Wir fuhren mit 4 Booten mit der Stömung bis zum ersten Binnendelta nach 10 km. Ab hier trennte sich die kleine Spee. Wir blieben jedoch auf dem Hauptfluss, sollte sich doch die kleine Spree nach 30 km wieder zu uns gesellen. Das war die erste Tagestour.

Wir schlugen unsere Zelte auf und übernachteten in der Nähe von Spreewitz. Am anderen Tag ging es weiter Richtung Spremberg. Bald erreichten wir den Spremberger Stausee und mussten von nun an mehr paddeln, da die Strömung völlig eingeschlafen war. Diese 10 Kilometer auf dem See schlauchten ganz schön und wir beschlossen, hier eine Pause einzulegen. Wir nahmen vor der Staumauer unsere Boote aus dem Wasser und übernachteten hier.

Die Pause tat uns gut und am folgenden Tag ging es weiter nach Cottbus. Wir kamen flott voran und durchfuhren die gesamte Stadt Cottbus mit unseren Booten. An der Großen Spreewehrmühle am Stadtrand war dann auch diese Etappe beendet.

Nun waren wir auch schon fast im Spreewald. Ab Burg schlief die Strömung des Flusses wiederum ein und wir kamen nur langsam voran. Deshalb legten wir auch hier unseren nächsten Stop ein, um am anderen Tag nach Lübbenau quer durch den Spreewald weiter zu fahren.

Von Lübbenau aus waren die nächsten Etappenziele der Schwielochsee bei Liessnitz/Sarkow (das war unsere schwerste Etappe) und Beeskow. Schließlich gelangten wir bei Fürstenwalde in den Oder-Spree-Kanal und schließlich in den Müggelsee, der schon zu Berlin gehört.

Wir hatten also unsere Tour auf der Spree von Bautzen bis Berlin in nur sieben Tagen bewältigt und waren nun müde aber glücklich. Den Sonntag verbrachten wir noch in Berlin und fuhren samt unserer Boote am nächsten Tag mit der Bahn nach Bautzen zurück.

Geschrieben in Reise auf dem Wasser | Keine Kommentare »

Auf dem Volta River

9 November 2010 von admin

Der Volta Fluss wird gespeist durch seine drei Quellflüsse , dem weißen, dem roten und dem schwarzen Volta. Alle drei entspringen in Burkina Faso und vereinigen sich auf dem Gebiet Ghanas (Westafrika). Ich hatte einige Jahre beruflich in diesem Land zu tun und kannte es deshalb sehr gut. Mein Freund aus Deutschland kam mich besuchen und er fragte mich, ob wir nicht einmal etwas anderes unternehmen könnten, als am Beach herum zu liegen oder Sightseeing zu betreiben. Da wir uns gerade in Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas, befanden, war es nicht weit bis zu einem kleinen Städtchen am schwarzen Volta, in welchem ein befreundeter ghanaischer Architekt lebte, den ich schon lange einmal besuchen wollte. Bevor wir zu ihm aufbrachen, fragte ich ihn am Telefon, ob er uns denn nicht ein Kanu besorgen könne, das wir uns für einige Tage ausleihen wollen. Als wir bei ihm ankamen, lag das Boot bereits Kiel oben in seinem Garten. Wir deckten uns mit etwas Proviant und Geld ein, Moskitonetze hatten wir sowieso immer dabei und fuhren am nächsten Morgen los. Das Boot war 4 m lang und aus einer soliden Holzbeplankung und -verstrebung gefertigt. Zum Vortrieb war es mit 3 Stechpaddeln ausgerüstet (eines als Reserve).

Anfangs war die Strömung doch etwas stärker als ich es erwartet hatte, teils mussten wir kleinere Stromschnellen umfahren. Die Strömung hatte aber auch ihr Gutes, wir kamen schnell voran. Nach etwa 50 Kilometern beruhigte sich der Fluss zusehends und wir fingen an, die Fahrt zu genießen. Wir waren nun vertrauter mit dem Boot und den Paddeln und konnten unsere Augenmerk auch auf andere Dinge richten. Überall wo wir bemerkt wurden, avancierten wir zur Attraktion ( 2 white guys with a kanoo). Am Abend erreichten wir die kleine Handelsstadt Salaga am Zusammenfluss der drei Quellflüsse. Wir übernachteten in einem kleinen guesthouse am Ufer des Flusses.

Anderntags hatten wir ruhigere Strömung und mussten schon unsere Paddel einsetzen, um voran zu kommen. Wir wollten in weiteren zwei Tagesabschnitten den Volta Stausee erreichen, das waren knapp 80 km. Also bolzten wir ganz schön rein. Das Flussufer war sehr grün, überall mit Bäumen bestanden oder von Schilfgürteln und Gebüsch besäumt. Überall winkten uns badende Kinder zu. Tatsächlich erreichten wir den Stausee am Abend der dritten Tages unserer Tour und waren gut geschafft. Dafür schliefen wir in der Nacht tief und fest.

Wir hatten etwa 150 km Flussfahrt hinter uns und standen vor der Frage, ob wir den ganzen Stausee mit einer Länge von weiteren 70 km ohne helfende Strömung auch noch durchpaddeln sollten. Wir spürten unsere Knochen und gelangten zu der Meinung, wir hätten erst einmal genug Sport getrieben. Ein Telefonat mit meinem Freund klärte den Rücktransport des Kanus und wir durchfuhren den Stausee als Passagiere auf einem motorgetriebenen Lastkahn. Das kannte ich ja schon von einer vorherigen Flussreise. Von Akosombo fuhren wir dann mit dem Tro Tro nach Accra, wo wir uns am Beach von unseren Anstrengungen erholten.

Tipp für Reisende, die Langstreckenflüge meiden möchten: Motorradreisen nach Griechenland

Geschrieben in Reise auf dem Wasser | Keine Kommentare »

Im Urlaub kein Land sehen

3 Juni 2009 von admin

Schwerte, 10. Februar 2009 – Sonne, ein leichter Windhauch und eine gleichmäßige Auf- und Abbewegung, begleitet von immer neuen Bugwellen – über Stunden und Tage. Das ist der Rhythmus einer Atlantiküberquerung mit dem Passat. Abenteuerlustige Urlauber können das in der Reisesaison 2009/2010 auf der klassischen Segelyacht „Pantagruel“ erleben, die auf Fahrt über den großen Teich geht. Auf einer 14-monatigen Reise vom Ostseehafen Eckernförde bis in die Karibik und zurück bietet Schiffsführer Michael Sinzel und Inhaber von Classic Sailing unter dem Motto „go blue“ zahlreiche Etappen von 14 bis 22 Tagen an, auf denen weit und breit kein Land in Sicht ist. Geeignet sind diese Aktivreisen für Menschen, die einmal komplett abschalten wollen. „Nach dem Ablegen wird mit dem Wegfall des Handyempfangs die Welt bei diesen Törns ganz klein“, so Sinzel. „Wichtig ist dann nur noch die Bordroutine und die Kommunikation mit den anderen Crewmitgliedern.“ Ein spontaner Reiserücktritt ist auf hoher See allerdings ausgeschlossen.

Grenzerfahrung auf dem Atlantik
Wenn die Mannschaft von drei bis acht Leuten an Bord ist, alle Vorräte verstaut sind und die Leinen los, verfliegen mit der wachsenden Distanz zur Küste die Anspannung und alle Sorgen des Alltags. Ab hier geht es für die Reisenden nur noch um die günstigste Segelstellung, das Abendessen an der Angel und die Einteilung der Nachtwachen. Diese Reduzierung auf ganz wenige äußerliche Reize ist für die meisten Urlauber eine neue, außergewöhnliche Erfahrung. „Ich erlebe immer wieder, dass Menschen zu Beginn einer Überfahrt Angst vor einem Sturm oder Seekrankheit haben“, erzählt Schiffsführer Sinzel. „Sie merken dann meist schnell, dass man dem Schiff vertrauen kann und finden komplette Ruhe. Am Ende der Reise kommt es ihnen seltsam vor, wieder an Land zu gehen.“

Aus Mitseglern wird eine Crew
Die 88 Jahre alte Yacht Pantagruel, ein Einundhalbmaster, ist aufgrund ihrer Bauart und modernen Ausrüstung hervorragend für solche langen Fahrten geeignet. Zwar ist beim Bedienen der Segel mehr Handarbeit gefragt als auf einem neuen Schiff. Dafür bietet die 18 Meter lange Pantagruel mit ihrem klassischem Holzrumpf und -ausbau die Atmosphäre eines erfahrenen Weltenbummlers, der beim Anlegen im Hafen immer die Blicke auf sich zieht. Bei den Törns von Classic Sailing kommt es nicht darauf an, möglichst viele Segelkenntnisse mitzubringen. Michael Sinzel, der seit 1992 professionell Schiffsreisen anbietet, bindet seine Crewmitglieder so viel ein wie möglich und erwünscht. Sein Ziel: auf jedem Törn aus Mitseglern ein Team zu machen, das mit seinen in der Regel sehr unterschiedlichen Voraussetzungen zusammen gewachsen ist. Und bei den besonderen Bedingungen einer go-blue-Reise lernen Urlauber viel über andere, aber auch über sich selbst und ihre Fähigkeiten: Denn sie können zum Beispiel mit anderen auf ca. 35 qm2 leben, auf Handy und Internet verzichten und nur mit Windkraft einen Ozean überqueren.

——————————-

Reiseinfos:
Die Segelreisen „go blue“ finden auf der klassischen Holzyacht Pantagruel statt, die über eine moderne Hochseeausrüstung verfügt sowie über alle erforderlichen Sicherheitseinrichtungen für lange Seereisen. Aufgrund ihrer Bauart ermöglicht die Yacht sportliches Segeln. Eigner Michael Sinzel besitzt langjährige Erfahrung als Schiffsführer sowie Reiseveranstalter. Die Schlafplätze sind teils offene Kojen, teils Doppelkabinen. Interessierte sollten volljährig sein und über eine gesunde körperliche Konstitution verfügen. Die Hochseepassagen finden ab September 2009 von Irland und Portugal statt, später zu den Kanaren und Kapverden, sowie bei der Atlantiküberquerung nach Venezuela und auf der Rückreise nach Europa über die Azoren im Juni 2010.
Genaue Termine und Preise unter www.classicsailing.de

Pauschalreisen Jamaika sind auch super geeignet um dies mit einem Hochsee Urlaub zu verknüpfen.

Geschrieben in Hochsee-Urlaub, Reise auf dem Wasser | 1 Kommentar »

Seekajaktouren durchs Mittelmeer

3 Juni 2009 von admin

Mit einem Seekajak können Aktivurlauber in der kommenden Reisesaison versteckte und nur vom Meer zugängliche Naturschönheiten verschiedener Mittelmeerinseln erkunden. Entsprechende Entdeckertouren bietet der Oldenburger Reiseveranstalter Club Aktiv an. Ziele der geführten Kajaktouren sind Elba und Korsika, die Inseln Hvar und Brac vor der Küste Dalmatiens in Höhe von Split sowie Malta und Gozo, die beiden Hauptinseln des maltesischen Archipels. Die Reisetermine liegen jeweils in der kühleren Vor- und Nachsaison von April bis Juni und September bis Dezember. Die zehn- bis vierzehntägigen Reisen finden in kleinen Gruppen von meist vier bis acht, maximal zwölf Leuten statt. Sie kosten zwischen 845 und 1295 Euro pro Person, wobei die Anreise mit der Bahn ab München, außer bei Malta, bereits im Reisepreis inbegriffen ist. Informationen: Club Aktiv; Tel: 0441/984 98 12; Internet: http:// www.club-aktiv.de.

Geführte Kajaktouren mit ortskundigen Guides
Alle Touren werden von ortskundigen Kajakführern begleitet. Gepaddelt wird meist küstennah in stabilen Doppelkajaks. Boote und die komplette Ausrüstung werden bereitgestellt, Transfers zu den Start- und von den Endpunkten organisiert. Die Übernachtung erfolgt meist im Doppelzelt auf Campingplätzen, auf Malta in landestypischen Bungalows. Bei mehrtägigen Gepäcktouren werden die Zelte auch schon mal in der freien Natur aufgebaut. Das Essen wird außer bei der Komforttour auf Elba, bei der das Essen im Restaurant des Campingplatzes serviert wird, gemeinsam zubereitet.

Seekajakfahren für Anfänger und Fortgeschrittene
Bis auf Korsika sind alle Touren auch für Anfänger geeignet. Zu Beginn jeder Tour erfolgt eine Einweisung in die richtige Paddeltechnik und Verhaltensweisen auf See. Die Touren von Club Aktiv sind so aufgebaut, dass sich die Anforderungen langsam steigern. Das gibt Anfängern die Möglichkeit, sich langsam mit dem neuen Element vertraut zu machen. Stets sind auch Pausen- und Brückentage eingeplant, die zum Ausspannen, Baden, Wandern oder für Besichtigungen an Land genutzt werden können. Für erfahrene Paddler bieten die Touren die Möglichkeit, ohne großen eigenen organisatorischen Aufwand ein neues Paddelrevier zu erkunden. Für Teilnehmer, die bereits eigene Kajakerfahrung mitbringen und über die nötige Kondition verfügen, stehen meist einige Solokajaks zur Verfügung.

Standorttouren auf Elba und Malta
Für Neueinsteiger besonders geeignet sind die Angebote auf Elba und auf Malta. Ausgangspunkt ist hier jeweils ein fester Standort, an den die Gruppe abends immer wieder zurückkehrt. Das hat den Vorteil, dass man im Boot kein Gepäck mitnehmen und nicht jeden Abend die Zelte neu aufbauen muss. Zudem kann man so flexibler auf die jeweiligen Wind- und Wetterverhältnisse reagieren. Ein Kleinbus bringt die Paddelgruppe jeweils zum Ausgangspunkt der Tages- oder Halbtagestouren und holt sie abends wieder ab. Eine komplette Umrundung Elbas in neun Tagen ist so problemlos möglich.

Gepäcktour um die Inseln Hvar und Brac in Kroatien
Ebenfalls gut auch für Ungeübte geeignet ist die Rundtour um die beiden kroatischen Adria-Inseln Hvar und Brac. Die Küste dieser beiden Inseln ist wild zerklüftet mit unzähligen kleinen und größeren, teils fjordähnlichen Buchten mit oft glasklarem, türkis schimmerndem Wasser. Ein besonderer Höhepunkt dieser Tour ist die Überquerung der Meeresstraße zwischen den beiden Inseln.

Korsikas wilde Westküste für Fortgeschrittene
Korsikas wilde Westküste hingegen verlangt etwas mehr Paddelerfahrung. Die Gepäcktour führt von Maccinaggio auf der Ostseite einmal um den Finger Korsikas, das Cape Corse, herum und dann weiter entlang der wilden Westküste der “Insel der Schönheit” bis nach Ile Rousse. Steilküstenpassagen mit wenig Anlandemöglichkeiten, Winde, Wellen und Meeresströmungen stellen hier höhere Anforderungen an Kondition und fahrerisches Können der Teilnehmer.

Eine Sportart für Individualisten
Seekajakfahren generell ist eine Sportart, die sich leicht erlernen lässt und die man gut während eines Urlaubs ausprobieren kann. Wer schwimmen kann und über eine normale Alltagskondition verfügt, ist schon nach drei Tagen auf dem Wasser kein Anfänger mehr. In einem schlanken Boot mit eigener Kraft auf dem Meer zu fahren ist eine besonders naturnahe Sportart, die zudem verbunden ist mit dem Erlebnis von Freiheit und Abenteuer. Bade- oder Erkundungsstopps in versteckten Buchten und Zeltübernachtungen in der freien Natur verstärken dieses Gefühl. Besonders reizvoll sind die Touren auch, weil man mit einem schmalen und leichten Seekajak Orte erreichen kann, die nur vom Meer aus zugänglich oder für größere Boote zu flach oder zu eng sind. So wird jede Kajakfahrt entlang der Küste zu einer ganz besonderen Entdeckungsreise in eine Welt, die dem “normalen” Touristen weit gehend verborgen bleibt.

Nähere Informationen zu den Aktivreiseangeboten von Club Aktiv sind im Internet unter www.club-aktiv.de zu finden. Alle Reisen sind dort auch online buchbar.

Geschrieben in Reise auf dem Wasser | Keine Kommentare »