Fjäll Räven Classic – 110 km durch das schwedische Fjäll
23 Februar 2010 von
admin
Der Begriff Fjäll bezeichnet die Gebirgsregionen, die nördlich des Polarkreises sowohl auf norwegischen, schwedischen und auch finnischem Territorium liegen. Die Liebe der Bewohner zur Natur hat schon früh dazu geführt, dass ein Netz aus Hütten und Wanderwegen angelegt wurde und verschiedene Outdoor-Hersteller griffen den Trend zum Aktivurlaub auch im Bereich der Funktionskleidung auf.
Um diesem Trend gerecht zu werden, veranstaltet der schwedische Outdoorausstatter Fjäll Räven nun mehr seit Jahren erfolgreich einen der schönsten und aufregensten Trekking-Wettbewerbe weltweit und huldigt damit einem einzigartigen Naturerlebnis im Norden Schwedens. Die jährlich über 2000 Starter müssen die 110 km lange Wanderstrecke zu Fuß zurücklegen und haben dafür zwischen 3 und 7 Tage Zeit. Ein Gesamtklassement gibt es nur am Rande: Jeder, der die Strecke innerhalb von 72 Stunden zurücklegt, erhält eine Goldmedaille. Eine Ankunft nach 4 Tagen bedeutet Silber und wer es schafft, 22 km pro Tag zu gehen erhält immer noch eine Bronzemedaille. Jeder Starter ist für sich selbst verantwortlich und anstatt einer direkten Konkurrenz steht das Erleben der Natur und mitunter auch Naturgewalten im Vordergrund. Dies unterscheidet die Fjäll Räven Classics deutlich von anderen, weitaus härteren Outdoorwettbewerben und verleiht ihr einen ganz besonderen Charakter, den sich der Veranstalter mittlerweile auch nachhaltig zu nutzen macht: Ein Teil der Startgebühr kommt dem Schutzprojekt für schwedische Polarfüchse, SEFALO, zu Gute.
Die Strecke des Fernwanderweges selbst verläuft parallel zum historischen Kungsleden (Königsweg) in Nordschweden und zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus. Von Süden aus beginnt man mit einer Etappe durch Bergbirkenwälder und Moore um sich dann über die zwei nächsten Etappen dem Tjäktapass zu nähern. Dieser stellt das Tor zu einer unwirtlichen Felslandschaft und gleichzeitig auch den höchsten Punkt des Trekks dar. Verlässt man die auch als „Mondlandschaft“ umschriebene Umgebung kommt man im Laufe der vorletzten Tagesetappe an mehrere große Seen vorbei. Wer hier noch ein wenig Zeit übrig hat oder mit seiner Firmenmannschaft noch einen gemütlichen Abend an einem See verbringen möchte, kann die Tour gemütlich ausklingen lassen und sich der Touristikstation Abisko am nächsten Tag widmen. Das finale Highlight eines jede Hobbyabenteurers ist dann die sogenannte Lapporte, ein halbkreisförmiges Trogtal, welches das Panorama für die Ankunft in Abisko bietet. In diesem Sinne: God Tur!
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